Die zwei Kanten im Stängel sind ein Unterscheidungsmerkmal des Echten Johanniskrauts zu anderen heimischen Johanniskraut-Arten.
Johanniskraut kann die Wirkung der Antibaby-Pille und anderer Medikamente verringern. Dagegen kann es die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen.

ECHTES JOHANNISKRAUT

Hypericum perforatum

Johanniskrautgewächse | Hypericaceae

Der Stängel ist zweikantig, verästelt und fest. Die Blätter sind einförmig bis länglich, stehen gegenständig und sind ungestielt. Sie sind durchscheinend punktiert; dies sind jedoch keine Löcher, sondern „Ölbehälter“. Am Rand haben sie schwarz Drüsen. Die fünfzähligen Blüten stehen in Scheindolden. Die Kelchblätter sind sehr spitz. Die Kronblätter sind goldgelb mit dunklen punkt- und strichförmigen Drüsen. Blütezeit ist Ende Juni bis Mitte August. Blätter und Blüten geben zerrieben rötlichen Saft, der auch „Johannisblut“ genannt wird; die Farbe entsteht aufgrund von Oxidation.

Das Echte Johanniskraut wächst auf Wald- und Wegrändern, in Gebüschen, auf trockenen Wiesen und Böschungen.

Es enthält Hypercin, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherisches Öl.

Zarte Blätter und Triebspitzen werden von März bis Mai gesammelt.
Das Kraut wird später mit den geöffneten, aber noch nicht verblühten Blüten gesammelt.

Der Grundgeschmack des Johanniskrauts ist herb-aromatisch. Die zarten Blätter im Frühjahr eignen sich für gemischte Salate, zu Eierspeisen oder für Kräuterbutter. Die Blüten sind zart herb-süß. Sie sind eine essbare Dekoration. Frische Blüten können darüber hinaus zu Öl verarbeitet werden.