Waldmeisterbowle hat in Deutschland eine lange Tradition. Sie wird bereits in Kochbüchern des 19. Jahrhunderts erwähnt.

Waldmeister (Galium odoratum)

Rötegewächse (Rubiaceae)

Waldmeister ist eine Gewürzstaude, 10 bis 30 Zentimeter hoch, die beim Welken intensiv süß duftet. Sein Stängel ist glatt, vierkantig  und unverzweigt. Die Blätter sind lang und schmal und stehen in Quirlen zu sechs bis acht stockwerkartig übereinander. Die Blüten sind klein, weiß, trichterförmig und bilden einen schirmartig ausgebreiteten Blütenstand an der Stängelspitze. Blütezeit ist Anfang Mai bis Ende Juni.

Waldmeister findet sich in großen Beständen in schattigen Laub- und Laubmischwäldern.

Er enthält Gerbstoffe, Cumarin-Glycoside und Bitterstoffe. Der typische Waldmeistergeruch entsteht erst beim Trocknen und wird durch Cumarin verursacht. In größeren Mengen verursacht Cumarin Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Sehstörungen. Daher nur ca. 3 Gramm pro Liter Flüssigkeit verwenden.

Waldmeister wird meist vor der Blüte gesammelt. Vor der Nutzung ein bis zwei Tage anwelken lassen.

Waldmeister wird nicht gegessen. Er ist Aromaspender für Getränke und Süßspeisen, Kräuterbowlen und Tees.