Wenn die Blüten des Scharbockskraut erscheinen, ist es an der Zeit, sich von den kleinen vitaminreichen Blättchen im Salat zu verabschieden. Und bald schon werde ich von ihnen gar nichts mehr sehen.

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)

Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Das Scharbockskraut hat einen meist liegenden, seltener aufgerichteten kahlen Stängel; dieser wird bis zu 10 Zentimeter hoch. Die Blattstängel sind lang gestielt und besitzen eine Rille. Die Blätter sind wechselständig, herz- bis nierenförmig, glänzend dunkelgrün, mit schwach gekerbtem Rand. In den Blattachseln sitzen oft weizenkorngroße weiße Brutknöllchen. Das Scharbockskraut hat sternförmige, goldgelb glänzende Blüten am Stängelende, ausgebreitet zwei bis drei Zentimeter im Durchmesser. Ferner drei gelblich-grüne Kelchblätter und acht bis zwölf glänzend goldgelbe Nektarblätter, zahlreiche Stempel und Staubblätter. Die Blüten bleiben bei kühler und feuchter Witterung geschlossen. Blütezeit ist von März bis Mai. Bereits Mai bis Juni verwelkt die Pflanze und zieht sich wieder ein.

Scharbockskraut wächst auf feuchtem, nährstoffreichen Wald- und Wiesenboden. In Laubwäldern gibt es oft ausgedehnte Blütenteppiche. Es findet sich an Bachufern, in Wiesen, an Hecken und in Gärten.

Die grünen Teile (und auch die weißen Brutknöllchen) enthalten reichlich Vitamin C, Saponine, Gerbstoffe und Ranunculin. Wegen des in größeren Mengen giftigen Stoffes Protoanemonin nur in Maßen und und besser vor der Blüte essen.

Blätter vor der Blüte sammeln: März bis April

Das Scharbockskraut ist im Geschmack herb, etwas scharf. Es eignet sich für Frühlingssalate, auch zu Kartoffel-, Möhren- oder Feldsalat. Es verleiht Suppen eine säuerliche Note. Die Blätter sind eine würzige Beigabe für Brotteig und geben Kräutersalz, Kräuteröl und Kräuteressig einen feinherben Geschmack. In Essigwasser eingelegte Blütenknospen können als „falsche Kapern“ zubereitet werden.