Pastinaca sativa ist die Urform unserer heutigen Gemüse-Pastinake.

Pastinak war früher Nonnen und Mönchen verboten, damit sie keine fleischlichen Begierden entwickelten.

Pastinak (Pastinaca sativa)

Doldenblütler (Apiaceae)

Pastinak wird 30 bis 100 Zentimeter hoch. Der kantig gefurchte, oben ästige Stängel ist kurzhaarig. Die Blätter sind einfach gefiedert, mit 3 bis 7 Fiederpaaren und Endteilblatt. Die Teilblätter sind schmal- bis breit-eiförmig, grob und unregelmäßig gezähnt, oft mit ein bis drei tiefen Einschnitten. Oben glänzen die Blätter, unten sind sie schwach behaart; zerrieben enströmt ihnen ein möhrenartiger Duft. Hülle und Hüllchen fehlen. Die Blüten sind grünlich-gelb und stehen in 5- bis 20-strahigen Dolden; die Döldchen sind ungleich lang gestielt. Die Frucht ist flach, oval, 5 bis 7 Millimeter lang; ihre Randrippen sind hart geflügelt. Blütezeit ist Juni bis September. Die Wurzel ist weißlich und rübenförmig. Die Pastinak ist zweijährig.

Pastinak wächst auf Ödland, an Wegrändern und Gräben.

Sie enthält ätherisches Öl, Myristicin, Zucker, Mineralstoffe (besonders Kalium), Eiweiß und Inulin.

Sammelzeit ist von Mai bis Winter. Im Frühjahr werden die jungen Blätter gesammelt, später die Dolden: abschneiden, trocknen lassen und Samen ausschütteln. Die Wurzeln sind frosthart und können ab Oktober bis in den Winter hinein geerntet werden.

Die jungen Blätter und getrockneten Früchte würzen Suppen und Salate sowie diverse Fleisch und Gemüsegerichte. Die möhrenartig schmeckende Wurzel dient als Suppenwürze oder zusammen mit Kartoffeln und Möhren als Gemüse. Der Geschmack wird intensiver, je mehr Frost sie erwischt haben (der Inulingehalt steigt).