Der Name Bocksbart deutet darauf in, dass aus dem noch nicht geöffneten Fruchtstand zu Beginn weiße Haare heraushängen, die denen eines Ziegenbarts ähnlich sind.

Großer Bocksbart (Tragopogon dubius)

Korbblütler (Asteraceae)

Die Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch. Die langen steifen Blätter sind wechselständig am Stängel angeordnet. Die hellgelbe Blüte (mit Röhren- und Zungenblüten) steht einzeln an der Spitze eines Triebs. Die Blüten schließen sich ab mittags. Blütezeit ist Mai bis Juni. Der Fruchtstand ähnelt einer Pusteblume. Beim Große Bocksbart ist – anders als beim Wiesenbocksbart – der Stängel unterhalb des Blütenkopfes keulenartig verdickt. Er hat 8 bis 12 Hüllblätter (Wiesenbocksbart meist 8); diese überragen die Blüten deutlich.

Der Bocksbart wächst auf Äckern, in Gärten, auf Brachstellen, Wegen oder Dämmen.

Besonders die Wurzel enthält Inulin, Lipide, Schleimstoffe, Bitterstoffe und Kohlehydrate.

Man sammelt von April bis Juni.

Die süßlichen Blätter und weichen Triebspitzen sowie die Stängel und knospigen Blütestände können als Wildgemüse dienen – roh oder gedünstet. Die oberen Blütentriebe mit der länglichen Blütenknospe kann man im Mai wie Grünspargel zubereiten.