Die wilde Malve hat sich in meinem Garten selbst angesiedelt und erfreut mich jedes Jahr aufs Neue und an unterschiedlichsten Standorten mit ihren zarten Blüten bis in den späten Herbst hinein.

Wilde Malve (Malva sylvestris)

Malvengewächse (Malvaceae)

Die wilde Malve erreicht oft über einen Meter Höhe. Der Stängel ist ästig, behaart, oft niederliegend. Die lang gestielten Blätter sind fünf- bis sieben-lappig bzw. rundlich gekerbt. Sie sind spärlich behaart und wechselständig am Stängel angeordnet. In den Blattachseln stehen die meist rosa bis violett gefärbte Blüten; sie besitzen fünf auffällige Kronblätter. Blütezeit ist von Mai bis September. Die Frucht ist eine vielmalige, scheibenförmige Kapsel. Sie zerfällt bei Reife in scharf berandete, runzelige Teilfrüchte.

Man findet sie zerstreut an Wegrändern, Mauern, Zäunen, Schuttplätzen und Brachflächen.

Die Blätter enthalten Schleimstoffe, Gerbstoffe, Vitamin C, Kalium sowie Flavonoide.

Von Mai bis August werden die Blätter sowie Blüten mit Kelch (ohne Stiel) gesammelt. Die Früchte sollten verwendet werden, ehe sie reif sind.

Die Pflanze zeichnet sich durch einen angenehmen Geschmack und gute Verträglichkeit aus. Zarte junge Blätter können frisch in Salaten, Rohkost und Eierspeisen verwendet werden. Überbrüht als Tee. Erhitzt als Spinat, als Brotbeigabe, als gedünstetes Gemüse etc. In Suppen wirken sie als Verdickungsmittel. Die roten Blüten geben Kräutertees einen kräftige Farbe. Die Früchte haben einen frischen, nussartigen Geschmack.