Unsere modern Gartenmöhre (Daucus sativus) könnte aus einer Kreuzung mit der Wilden Möhre entstanden sein.

Wilde Möhre (Daucus carota)

Doldenblütler (Apiaceae)

Die Wilde Möhre wird 20 bis 100 Zentimeter hoch. Ihr Stängel ist aufrecht, schwach kantig und steif behaart. Die Blätter sind behaart, 2- bis 3-fach gefiedert, mattgrün mit stacheligen Spitzen und riechen beim Zerreiben nach Möhre. Die Blüten sind weiß und stehen in Dolden mit 3-lappigen oder fiederteiligen sehr langen Hüllblättern, die Döldchen mit zahlreichen linealen Hüllchen. Die mittlere Blüte ist oft verkümmert und schwärzlich. Blütezeit ist von Mai bis September. Nach dem Verblühen richten sich die Doldenstrahlen nach oben und bilden ein Vogelnest-ähnliches Gebilde. Die Früchte sind bestachelt.

Man findet die Wilde Möhre auf mageren und trockenen Wiesen, an Wegrändern, Böschungen und Brachflächen.

Sie enthält ätherisches Öl, Polyne, Flavonoide, Mineralstoffe, Carotinoide, Vitamine. Überempfindlichkeitsreaktionen sind möglich

Die Wilde Möhre reichert im ersten Jahr ihre Wurzel mit Zucker an. Von September bis ins Frühjahr des zweiten Jahres kann man sie ernten. Zarte Blätter und Triebe werden von April bis Juni gesammlt; die Blüten als essbare Dekoration von Juni bis September.

Junge Blätter und getrocknete Früchte dienen frisch und getrocknet als Würze für Suppen und Eintöpfe; sie haben einen petersilienartiger Geschmack. Die würzige Wurzel dient als Gemüse oder Suppenwürze.