Die Blätter erinnern an Brennnesselblätter, sind aber taub, das heißt, sie brennen nicht.

Weiße Taubnessel (Lamium album)

Lippenblütler (Lamiaceae)

Die Weiße Taubnessel wird 20 bis 50 Zentimeter hoch. Die kreuzgegenständigen Blätter sind herz- bis eiförmig, gestielt und unregelmäßig grob gezähnt. Die Blüten stehen in scheinbar quirligen Teilblütenständen in den oberen Blattwinkeln zu jeweils 6 bis 16 Blüten. Die Krone ist weiß und 2 bis 2,5 Zentimeter lang, die Unterlippe ist zweigeteilt, die Staubbeutel sind schwarz (mit hellgelben Pollen). Der Kelch hat am Grund oft braunviolette Flecken. Blütezeit ist von April bis September.

Die Weiße Taubnessel wächst an Hecken, Wegrändern, Schuttplätzen oder Zäunen. Sie ist ein Stickstoffzeiger.

Sie enthält Mineralien, Flavonoide, Glycoside, Sapnine, Schleim, Gerbstoffe und ätherisches Öl.

Junge Blätter und Triebspitzen werden von Februar bis April gesammelt. Die Blüten von April bis September.

Junge Blätter und Sprosse vor der Blüte passen zu Salaten, Suppen und Gemüse. Die nach Honig duftenden Blüten eignen sich zum Aromatisieren von Essig und Öl und zur Garnierung von Speisen, für Desserts oder Kräuterbutter. Das Kraut wie auch die Blüten sind eine Grundlage für Haustee-Mischungen.