WALDMEISTERSIRUP

„Schütte perlenden Wein auf das Waldmeisterlein“ soll der Benediktinermönch Wandalbertus im 9. Jahrhundert geraten haben. Tatsächlich darf bei der Maibowle oder dem Maiwein der Waldmeister nicht fehlen.

Zum Essen eignet sich Waldmeister nicht, auch frisch hat man mit ihm keine rechte Freude. Denn erst beim Trocknen entsteht das typische Waldmeisteraroma, wenn nämlich Cumarin freigesetzt wird. Cumarin kann bei zu hoher Dosierung Kopfschmerzen hervorrufen. Deshalb wird gerade Waldmeister-Limonaden ein künstlicher Aromastoff beigemengt, der völlig ungefährlich ist. Und für Lebensmittel und Getränke gibt es Höchstwerte, wieviel Cumarin enthalten sein darf. In Maßen genosssen, sollte er uns jedoch nicht schaden.

Ich habe ein paar Vorschläge, wie ihr euren selbst gemachten Waldmeister-Sirup einsetzen könnt:

  • Vermischt ihn mit Mineralwasser
  • Aromatisiert mit ihm ein Glas Sekt oder Weißwein
  • Gebt ihn über ein leckeres Vanilleeis
  • Ersetzt Zucker oder einen Teil des Zuckers für Kuchen oder Nachspeisen durch den Sirup.

Zutaten

  • 1 dickes Bund Waldmeister
  • 1 Zitrone
  • 750g Zucker
  • 1 Liter Wasser
  • geeignete Flaschen, ausgekocht

Der Waldmeister sollte vor der Verarbeitung etwa drei Tage getrocknet werden.
Alternativ kann man ihn genauso lange einfrieren.

Zucker und Wasser in einem großen Topf verrühren, danach aufkochen. Der Zucker sollte sich ganz gelöst haben. Die Zitrone wird in dünne Scheiben geschnitten und mit dem Waldmeister in eine Schüssel gegeben. Mit dem Zuckersirup übergießen und etwa drei bis fünf Tage ziehen lassen.

Nun werden Zitrone und Waldmeister aus dem Sirup genommen (bei Bedarf durch ein Sieb oder einen Filter gießen). Der Sirup wird noch einmal aufgekocht und noch heiß in ausgekochte Flaschen gefüllt.

Der Sirup wird nicht grün! – Wer ihn grün haben möchte, muss auf Lebensmittelfarbe zurückgreifen.

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2020-02-19T18:18:46+01:00
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