In Mittel- und Nordeuropa hat die Walderdbeere als Nahrungs- und Heilpflanze eine lange Tradition.

Mit dem Erdbeersammeln beschäftigen sich viele Märchen, Sagen und Legenden.

Walderdbeere (Fragaria vesca)

Rosengewächse (Rosaceae)

Die Pflanze wird 5 bis 25 Zentimeter hoch. Sie hat lange, fadenförmige oberirdische Ausläufer. Die gestielten, dreizähligen locker behaarten, unten seidenhaarigen Blätter stehen in einer Rosette; die Fiedern sind eiförmig, am Rand gezähnt, das mittlere kurz gestielt. Der Blütenstand enthält meist drei bis zehn Blüten. Die Blüte hat fünf weiße Kronblätter und fünf Kelchblätter. In Ihrer Mitte befinden sich die gelb-grünen Fruchtblätter und etwa 20 gelbe Staubblätter. Blütezeit ist April bis Juni. Von Juni bis August entstehen die beliebten roten Sammelfrüchte mit Nüsschen.

Die Walderdbeere wächst in Wäldern und auf Waldlichtungen.

Ihre Blätter enhtalten Gerbstoffe, Flavonoide und ätherisches Öl; die Früchte Vitamin C und Mineralstoffe.

Blätter werden von Mai bis August gesammelt, die Früchte Juni bis August.

Junge Blätter werden als Bestandteil von Wildgemüse genutzt. Getrocknet (auch gemischt mit Himbeer- und Brombeerblätter) als dienen sie als Haustee. Die vollreifen Früchte schmecken aromatisch. Da sie beim Garen ein Großteil ihres Aromas verlieren und auch bitter werden können, sind sie roh vorzuziehen.