Ihr Geruch hat der Pflanze den Namen “Stinkender Storchschnabel” eingetragen.

Sie ist allerdings auch unter dem Namen Ruprechtsraut bekannt. Der heilige Rupert war im 8. Jahrhundert Missionar im Rupertiwinkel. Es heißt manchmal, er habe rotes Haupthaar und einen roten Bart gehabt. An anderen Stellen heißt es, er habe mit der Pflanze geheit.

Stinkender Storchschnabel (Geranium robertianum)

Storchschnabelgewächse (Geraniaceae)

Der Stinkende Storchschnabel duftet herb und wird etwa einen halben Meter hoch. Der rötlich überlaufende Stängel ist meist an den Knoten verdickt. Stängel, Blätter und Blütenkelche haben abstehende Drüsenhaare. Die Blätter sind gestielt und geteilt mit 3 bis 5 Fiedern. Die Blüten stehen meist zu zweit am Stiel. Die 5 Kronblätter sind rosa, von hellen Streifen durchzogen. Der lange ausgewachsene Griffel gibt der Frucht ein schnabelartiges Aussehen. Blütezeit ist von Juni bis September.

Der Stinkende Storchschnabel gedeiht in Wäldern, an Mauern und auf Schotter. Er verträgt pralle Sonne ebenso wie tiefen Schatten.

Er enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und ätherisches Öl.

Gesammelt werden die Blüten von Mai bis September.

Die milden Blüten und ihre Knospen können als gewürzartige Beigabe für Salate und Gemüse genutzt werden. Die Blätter werden Speisen als Gewürz zugegeben.