Der Spitzwegerich ist eine der meistverwendeten Heilpflanzen. Er ist robust und überall verbreitet.

Spitzwegerich (Plantago lanceolata)

Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Der blattlose, kantig gefurchte Blütenstängel ist am Grund von einer Rosette schmaler, ganzrandiger Blätter umgeben. Diese haben stark hervortretende, parallel verlaufende Nerven und verschmälern sich in einen rinnenförmig vertieften Stiel. In diesen Längsnerven sitzen kräftige Leitgefäße, die für die hohe Trittfestigkeit sorgen. Am Ende des Stiels sitzt eine kleine unscheinbare Blüte: eine bräunlichweiße Krone, vier weit herausragende Staubblätter mit weißlichen Staubfäden und gelblichen Staubbeuteln. Blütezeit ist von Mai bis September.

Spitzwegerich gedeiht auf Wiesen und Kulturland ohne Düngung sowie an Wegrändern.

Er enthält Aucubin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Mineralstoffe, Kalzium- und Kieselsalze sowie Vitamin C.

Gesammelt wird vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst: Blätter, Blütentriebe (Mai bis Juni) sowie Samen (September).

Die Blätter eigenen sich für Tee. Klein geschnittene junge Blätter passen frisch an Salate. Die Blätter sollten quer zur Faser geschnitten werden. Ältere Blätter sollten blanchiert werden. In Butter geschwenkt passen sie zu Kartoffel-, Nudel- und Reisspeisen. Blütenknospen dienen als Salatbeigabe, Samen können als Würze über ein Gericht gestreut werden.