Nach dem phänologischen Kalender beginnt der Herbst, wenn die Beeren des Schwarzen Holunder reif werden.

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)

Der Schwarze Holunder ist ein hoher Strauch oder kleiner Baum, der sich stark verzweigt. Dickere Äste und Stamm haben eine längsgefurchte, graubraune korkartige Borke. Die Laubblätter sind gegenständig und unpaarig gefiedert, meist mit fünf oder sieben Fiedern. Die Blüte besteht aus Schirmsrispen, mit vielen weißen oder gelblichen Einzelblüten. Diese haben fünf Kelchblätter und meist fünf verwachsene Kronblätter. Blütezeit ist von Anfang Mai bis Ende Juni. Die Fruchtstiele sind oft rot überlaufen. Die Beeren (eigentlich Steinfrüchte) sind schwarz; der Saft ist aus Kleidung kaum auswaschbar.

Schwarzer Holunder wächst in Hecken, auf Waldlichtungen und bei Bauernhöfen.

Die Blüten enthalten Ätherisches Öl, hohe Anteile an Fettsäurchen, Flavonoide, Gerbstoffe und Schleime. Die Früchte enthalten ätherisches Öl, Flavonoide, Anthocyane, Zucker, Fruchtsäuren und Vitamine.

Blüten werden im Mai und Juni gesammelt; Früchte im August und September.

Die Blüten verbreiten einen intensiven, süßlichen Duft und werden daher gerne zum Aromatisieren verwendet: für Sirup, Gelee, Zucker, Wein, Öl und Essig. Die Beeren werden gekocht oder entsaftet und für Gelee oder Saft genutzt.