Rosengewäche – oder Rosaceae – kommen weltweit vor. Die Bäume, Sträucher und Kräuter – manche von ihnen auch mit Dornen oder Stacheln – finden sich überwiegend auf der Nordhalbkugel. Viele unserer Zier- und Nutzpflanzen stammen aus dieser Pflanzenfamilie. Bei uns einheimisch sind etas 25 Gattungen mit 120 Arten, einige davon sind Sammelarten.

Rosengewächse (Rosaceae)

Beispiele

Blätter – wechselständig und mit Nebenblättern
Ihre Blätter sind immer wechselständig angeordnet und haben meist Nebenblätter. Das unterscheidet sie von den Hahnenfußgewächsen, mit denen sie leicht verwechselt werden können. Die Blätter sind in beiden Familien immer wechselständig, meist gefiedert oder gefingert. Die Nebenblätter reichen zur Bestimmung jedoch nicht aus – auch Schmetterlingsblütler beispielsweise besitzen Nebenblätter.

Blüten – radiäre Einzelblüten
Rosengewächse haben niemals blaue Blüten. Auch das unterscheidet sie von den Hahnenfußgewächsen. Sie haben oft große, auffällige, radiäre Einzelblüten. Sie besitzen 5 Kelchbletter (mit einem Außenkelch auch 10 Kelchblätter), 5 Blütenblätter (oder ein Vielfaches davon), sehr viele Staubgefäße und 1, 2, 5 oder viele Fruchtblätter, die normalerweise nicht miteinander verwachsen sind.
Ausnahmen biden die Blutwurz und der Frauenmantel. Beide haben nur 4 Blütenblätter.
Zur Abgrenzung: Hahnenfußgewächse haben niemals einen Außenkelch.

Früchte – meist Steinfrüchte
Viele unserer Obstsorten sind Rosengewächse: Apfel, Zwetschge, Hagebutte, Erdbeere. Meist sind die Früchte Steinfrüchte (z. B. bei der Kirsche). Bei den Brombeeren und Himbeeren sind die Steinfrüchte zu Sammelfrüchten vereinigt. Die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht (und keine Beere).

Inhaltsstoffe
Rosengewächse sind reich an Gerbstoffen, enthalten Blausäureglycoside und Pektin.