RÄTSEL

Anaphrodisiakum

Im Mittelalter tauschten sich Mönche über Landesgrenzen über Heilmittel in ihren Klostergärten aus und sammelten botanisches Wissen. Enthaltsamkeit war ihr Gelübde, für deren Einhaltung sie eine Pflanze zur Unterstützung aus ihrem Klostergarten nutzten. Welche Pflanze ist gesucht?

A) Pfaffenhütchen
B) Johanniskraut
C) Bischofsmütze
D) Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer liefert mit seinem botanischen Namen „Vitex agnus-castus“ einen Hinweis auf den Verwendungszweck. „agnus castus“ ist das „keusche Lamm“, daher heißt der Strauch auch Keuschbaum oder Keuschlamm. Wohl schon die Römer nutzten die scharf schmeckenden Samen als Gewürz und zur Herabsetzung des Geschlechtstriebs; vermutlich bewirken sie eine Hemmung des Hormons Prolaktin.

Farben in botanischen Namen

Die Natur bringt Pflanzen nahezu aller Farben hervor. Der Mensch hat diesen Pflanzen botanische Namen gegeben. Oft kann man vom botanischen Namen auf ihre Farbe schließen. Ordne den botanischen Begriffen die richtige Farbe zu:

1) lutea | 2) carneus | 3) caerulae | 4) sanguinea |
5) argenteus | 6) viridis | 7) alba | 8) coccineus

A) Rosa | B) Weiß | C) Gelb | D) Scharlachrot |
E) Blutrot | F) Blau | G) Silber | H) Grün

1 C) lutea – gelb

2 A) carneus – rosa

3 F) caerulae – blau

4 E) sanguinea – blutrot

5 G) argentus – silber

6 H) viridis – grün

7 B) alba – weiß

8 D) coccineus – scharlachrot

Hier erfährst du mehr über botanische Namen.

Von Krokussen und Amseln

Wenn Grünflächen sich in ein Blütenmeer von Krokussen verwandeln, steht der Frühling vor der Tür. Auffallend ist, dass besonders Beete mit gelben Krokussen gelegentlich einem Schlachtfeld gleichen, weil Amseln sie …

A) für potentielle Konkurrenten halten

B) gerne nehmen, um ihr Nest auszupolstern

C) dankbar als frühe Nahrungsquelle nutzen

D) listigerweise als Lockmittel für Insekten verwenden

Ab Ende Februar streiten sich Amseln ums Revier. Die schwarzgefiederten Männchen mit den gelben Schnäbeln drohen Konkurrenten mit aufgerissenen Schnäbeln, prallen in der Luft aufeinander und zeigen mit lautem Gesang, wo ihr Revier ist. Sind sie richtig in Rage, attackieren sie gerne auch mal gelbe Krokusse, deren Farbe sie an die Schnabel der Konkurrenten erinnert, so vermuten Ornithologen.

Wann wird es Frühling?

Der phänologische Kalender orientiert sich an der Entwicklung der Natur und teilt das Jahr in zehn Jahreszeiten. Jeder Jahreszeit ist eine bestimmte Zeigerpflanze zugeordnet, die u.a. mit ihren Blüten den Beginn dieser Jahreszeit anzeigt. Auf den Vorfrühling (das Schneeglöckchen blüht) folgt der Erstfrühling (die Forsythie blüht), dann folgt der Vollfrühling, wenn …

A) die Apfelbäume blühen

B) der Schwarze Holunder blüht

C) die ersten Johannisbeeren reifen

D) frühe Apfelsorten reifen

Für all diejenigen, die Natur beobachten, ist jedoch der phänologische Kalender viel interessanter – er befasst sich mit den Erscheinungen in der Natur. So werden zehn Jahreszeiten unterschieden, wobei bestimmte Zeigerpflanzen oder Ersatzpflanzen die jeweilige Jahreszeit anzeigen.

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