Die Römer verschleppten den Portulak nach Mitteleuropa, wo er sich ausbreitete. Im Mittelalter war er ein allseits bekanntes Gemüse, das im 20. Jahrhundert in Vergessenheit geriet.

Portulak (Portulaca oleracea)

Portulakgewächse (Portulacaceae)

Die einjährige Pflanze wächst niederliegend und wird maximal 30 Zentimeter hoch. Der Stängel ist verzweigt, kahl und rötlich überlaufen. Die ovalen bis spatelförmigen Blätter stehen wechselständig in schraubiger Anordnung. Sie sind glatt, gränzend und fleischig. Die unscheinbaren gelben Blüten sitzen ohne Stiel in den Verzweigungen. Sie haben 5 Blütenblätter und zahlreiche Staubbeutel; meist sind sie nur vormittags geöffnet. Blütezeit ist Juni bis September.

Portulak wächst auf Äckern, in Gärten und auf Brachland.

Er enthält Vitamin C, Mineralien, Omega-3-Fettsäuren, Schleim- und Bitterstoffe.

Gesammelt werden Portulak am besten vor der Blüte, also April bis Mai, da die Blätter später etwas bitter werden.

Portulak schmeckt leicht säuerlich. Blätter, Blüten und Triebspitzen können in den Salat oder den Kräuterquark gegeben werden.