Margarete von Anjou, Gemahlin Heinrichs VI. von England, soll auf ihren Kleidern stets drei gestickte Margeriten getragen haben.

Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)

Korbblütler (Asteraceae)

Die Wiesen-Margerite wird 10 bis 80 Zentimeter hoch. Die unteren Blätter sind spatelförmig bis schmal, in einen Stiel verschmälert. Sie sind gezähnt oder fiederteilig. Die oberen Blätter sitzen am Stängel. Die Blütenköpfe stehen einzeln mit einem Durchmesser von 2 bis 7 Zentimeter. Die Zungenblüten sind weiß, die Röhrenblüten gelb. Die Hüllblätter haben einen schwarzbraunen oder Rand. Blütezeit ist von Mai bis Oktober.

Die Margerite wächst auf Wiesen, Weiden, Schuttplätzen, Wegränder oder Äckern.

Sie enthält ätherisches Öl, Tannine, Harze und Polyacetylene.

Blätter werden im März und April gesammelt, die Blütentriebe im April und Mai.

Die überwinternde Blattrosette kann man im Frühjahr ernten und roh essen. Die jungen, milden Blätter besitzen einen spinatartigen Geschmack und können für Salate oder Frühjahrs-Kräutermischungen genutzt werden.