Die Samen des Märzveilchens bilden sich ohne Bestäubung in den Knospen. Ameisen breiten die Samen aus; sie fressen das nahrhafte Samenanhängsel. Die vergetative Vermehrung erfolgt durch ober- und unterirdische Ausläufer.

Märzveilchen (Viola odorata)

Veilchengewächse (Violaceae)

Das Märzveilchen wird 5 bis 15 Zentimeter hoch. Die Rosettenblätter sind lang gestielt, fein behaart, rundlich bis einförmig, am Blattstiel nierenförmig bis herzförmig eingekerbt. An langen Blütenstängel sitzen zwei schuppenförmige Vorblätter, darüber die einzelnen, nickenden, blauvioletten duftenden Blüten. Es gibt fünf Kelchblätter und fünf violette, am Grund weiße Kronblätter. Blütezeit ist von März bis April.

Man findet das Märzveilchen auf lichten bis halbschattigen Plätzen: in Laubwäldern, unter Hecken und Gebüschen.

Es enthält Saponine, ätherisches Öl, Flavonoide, das Alkaloid Violin sowie Salizylsäuremethylester.

Blätter und Blüten sind essbar. Blätter können fast ganzjährig geernet werden, die Blüten in den Monaten März und April.

Die zarten Blätter passen gut in Salate und Gemüsegerichte, zu Suppen, Soßen und Quarkspeisen. Die Blüten werden zum Aromatisieren von Bowlen, Sirup, Zucker und Essig verwendet. Kandiert werden sie als essbare Dekoration auf Süßspeisen verwendet.

Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit der Haselwurz. Doch deren Blätter sind ledrig, immergrün, am Rand oft rot angelaufen und riechen pfefferartig scharf. Die Blüten schließen eine Verwechslung aus.