Neben dem Echten (oder Gefleckten) Lungenkraut gehören das Weiche, das Dunkle, das Knollige, das Rote Lungenkraut und rund 15 weitere Arten dazu. Viele Arten sind einander sehr ähnlich. Häufig handelt es sich bei wild wachsendem Lungenkraut um das Echte Lungenkraut.
Seine Blüten locken im Frühjahr Bienen mit ihrem leuchtenden Rosa an. Sobald das Lungenkraut bestäubt ist, stellt die Blüte ihre Zellsaftreaktion von sauer auf alkalisch um und aus dem Rosa wird ein dunkles Blauviolett. Die Zweifarbigkeit der Blüten brachte dem Lungenkraut den Spitznamen „Hänsel und Gretel” ein.

LUNGENKRAUT

Pulmonaria officinalis

Raublattgewächse | Borraginaceae

Die Pflanze ist rau behaart. Die Grundblätter sind meist derb, gelblich-grün, eiförmig, am Grund herzförmig und plötzlich in den Stiel verschmälert, bis 16 cm lang und 10 cm breit. Die Blätter tragen oft weiße Flecken. Die Stängelblätter sind länglich-eiförmig, sitzend. Die Blüten sitzen am Ende des Stängels. Die Blütenkrone ist trichterförmig, anfangs rosa oder rötlich, später blauviolett. Blüte ist von März bis Mai.

Das Lungenkraut wächst in Auen oder an Waldrändern, gerne in der Nähe von Flüssen.

Es enthält Schleimstoffe, Kieselsäure, Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralien, Allatonin.

Blätter und Blüten können gleichermaßen gesammelt werden. Nach der Blüte können die oberirdischen Teile kurz über dem Boden abgeschnitten, gebündelt, getrocknet und zu Tee verarbeitet werden.

Frisch geschnitten gibt das Lungenkraut Salaten eine herbe, leicht säuerliche Note. Junge Blätter können wie Spinat gekocht oder einfach in den Salat geschnitten werden. Die Blüten sind dekorative Farbtupfer.

Lauwarmer Brennnessel-Lungenkraut-Salat: Eine gewürfelte Zwiebel in Öl glasig dünsten, zwei Handvoll Brennnessel-Blätter und zwei Handvoll Lungenkraut-Blätter in Streifen schneiden, zu den Zwiebeln geben und zusammenfallen lassen. Mit Wasser und einem Spritzer Sojasoße kurz dünsten. Mit Pfeffer abschmecken und lauwarm servieren.