Der Löwenzahn-Honig trägt seinen Namen zu Recht. Bei einer familären Verkostung meines Löwenzahn-Honigs, eines bayerischen Bienenhonigs und eines Ahornsirups haben wir zwar Unterschiede festgestellt, diese waren jedoch ausgesprochen klein. Und genauso vielfältig wie der Bienenhonig eingesetzt werden kann, sind auch die Einsatzgebiete des Löwenzahn-Honigs: als Brotaufstrich, in den Tee, in Nachspeisen, auf Pfannkuchen oder in der Salatsoße beispielsweise.

Beim Sammeln der Löwenzahn-Blüten lohnt es sich, Handschuhe zu tragen. Die gesammelten Blüten können kopfüber auf ein sauberes Geschirrtuch gelegt werden; kleine Käfer krabbeln dann heraus. Die Blütenköpfe ohne Stiel werden dann ohne Waschen weiterverarbeitet. Es ist nicht notwendig, die grünen Kelchblätter zu entfernen; sie geben dem Löwenzahn-Honig jedoch eine leicht bittere Note.

Ich muss zugeben, dass ich bei der erstmaligen Zubereitung etwas skeptisch war: Der Geruch und das Aussehen waren zu Beginn des Kochvorgangs nicht angenehmen. Aber ich  habe den langen Kochprozess durchgehalten und wurde belohnt: Der fertige Löwenzahn-Honig riecht weder seltsam, noch unterscheidet er sich in seiner Farbe von Bienenhonig.

Löwenzahn-Honig

Zutaten

  • Löwenzahn-Blüten, ca. ein 1-Liter-Gefäß voll
  • 1 Liter Wasser
  • 1 kg Zucker
  • Saft von 1 Zitrone
  • Schraubgläser oder Flaschen

Die Blüten werden in einem Kochtopf in einem Liter Wasser eingeweicht und über Nacht stehen gelassen.

Am nächsten Tag werden die Blüten aus dem Wasser genommen, Zucker und Zitronensaft zugegeben und der Sirup nun unter Rühren zum Kochen gebracht. Nachdem er einmal aufgekocht hat, soll der Sirup nun auf kleiner Flamme und unter gelegentlichem Rühren weiterköcheln, bis er eine honig-ähnliche Konsistenz erreicht hat. Dies kann mehrere Stunden dauern! Wer sich bei der Konsistenz unsicher ist, kann ein paar Tropfen des Sirups auf einen Teller geben und – ähnlich wie bei der Gelierprobe beim Marmelade-Kochen – nach dem Abkühlen prüfen.

Ist die richtige Konsistenz erreicht, wird der Löwenzahn-Honig noch heiß in gut ausgespülte Flaschen oder Gläser gegeben und diese verschlossen.