Durch ihren Duft wirkt Kapuzinerkresse abstoßend auf einige Ameisen- und Schneckenarten. Für Blattläuse ist sie hingegen besonders anziehend und wird deshalb gezielt im Gemüsebeet gepflanzt und sozusagen “geopfert”, um die Läuse von anderen Pflanzen fernzuhalten.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)

Kapuzinerkressengwächse (Tropaeolaceae)

Kapuzinerkresse ist eine kletternde bzw. kriechende, saftige, bei uns einjährige Pflanze. Die meist wechselständigen, manchmal im unteren Bereich gegenständigen Laubblätter sind gestielt, schildförmig, rund bis leicht nierenförmig mit einem Durchmesser von drei bis zehn Zentimetern. Vom Blattstiel gehen neun Blattadern aus. Kommt Wasser an die Blätter, perlt dies in Tropfen ab. Die Blüten stehen meist einzeln an einem mehre Zentimeter langen Blütenstiel in den Blattachseln und sind auffällig gefärbt: gelb, orange oder rot. Die fünf Kelchblätter sind lanzettlich und etwa zwei Zentimeter lang. Blütezeit ist von April bis September.

Kapuzinerkresse ist eine Gartenpflanze. Sie gedeiht in Sonne und Halbschatten.

Sie enthält Benzylsenföl, Flavonoide und Vitamin C. In den Blüten finden sich Carotinoide, Anthocyanidine und Polyhenole.
Man verwendet ausschließlich die frische Pflanze (April bis Oktober); Blätter und Blüten sind essbar.

Von April bis September eignen sich junge Blätter und Blüten frisch als Beigabe zu Salat und Gemüsegerichten. Sie verfeinern Kräuterquark, -kartoffeln oder Kräuterbutter. Die großen bunten Blütenblätter sind essbar und stellen von April bis Oktober eine hübsche Dekoration dar, zum Beispiel für Eierspeisen.