Die Kanadische Goldrute wurde als Gartenpflanze schon früh nach Europa eingeführt, vermutlich 1645 nach England. Nach ihrer Einführung in botanischen Gärten und fürstlichen Parks hielten sie Einzug in die Bauern- und Bürgergärten und schließlich auch in die Schrebergärten. Schließlich verwilderte sie mehr und mehr.

Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)

Korbblütler (Asteraceae)

Die amerikanischen Goldruten sind ausdauernde, gelb blühende Pflanzen mit einem Wuchs von einem halben bis zu zwei Metern Höhe. Sie sind nur im Blütenstand verzweigt. Der Stängel ist besonders oben flaumig und grün. Die Blätter sind schmal, meinst entfernt gezähnt und etwa 5 bis 10 mal länger als breit. Unten sind die Blätter dicht behaart. Die Blüten sind gelb. Die Köpfe sind gestielt, mit kurzen Zungen und zahlreichen Röhrenblüten. Ihr Durchmesser beträgt 3 bis 5 Millimeter. Die Blüten stehen in einer einseitswendigen Rispe. Blütezeit ist von Juli bis September. Der Pappus ist etwa 3 Millimeter lang. Sie bilden dichte Horste.

Die kanadische Goldrute wächst nahe menschlicher Siedlungen, auf brachliegenden industriell-urbanen Flächen, an Bahnstrecken, Waldrodungen, Schutt- und Erdhalden sowie an Wegrändern.

Sie enthält Flavonoide, Saponine, Gerbsäure, und ätherisches Öl.

Von April bis Juni (vor der Blütezeit) werden die oberen 20 Zentimeter geerntet. Für Tee werden die bitteren Blätter von April bis Juli geerntet.
Blüten werden von Juli bis Oktober geerntet.

Die Goldrute ist geschmacklich mild-aromatisch und erinnert an grüne Bohnen. Die Triebe können in Öl kurz gebraten und gesalzen werden. Die Stängel sollte geschält werden, denn Haut und Blätter schmecken bitter. Die Blüten sind frisch aufgebrüht ein guter Haustee.