Die schon vor den Blättern erscheinenden leuchtend gelben Korbblüten des Huflattich gehören zu den frühesten Blumen des Jahres. Die Blütenköpfchen öffnen sich an sonnigen Morgen und schließen sich spätnachmittags sowie bei trübem Wetter.

Huflattich (Tussilago farfara)

Korbblütler (Asteraceae)

Die Stängel sind zur Blütezeit nur mit rotbraunen Schuppen besetzt. Die Blätter erscheinen erst nach der Blüte und fühlen sich wie leichtes Leder an. Sie sind lang gestielt, hufeisen-förmig und bis zu 20 Zentimeter breit. Die graue Farbe der Blatt-Unterseite wird von einem Haarflaum erzeugt, der auf den oft schnell austrocknenden Standorten Feuchtigkeit bindet. Die Blattstiele sind im Querschnitt rinnig. Das goldgelbe Blütenköpfchen hat einen  glockigen Hüllkelch. Es besitzt gelbe Scheibenblüten und gelbe Strahlenblüten; Blütezeit ist von Februar bis April. Die Früchte sind bis zu einem halben Zentimeter lang, mit einem mächtigen Haarkranz.

Huflattich wächst auf rohen und frisch gestörten Böden, auf Äckern, Weg- und Straßenrändern. Seine Wurzeln und unterirdischen Ausläufer helfen, den Boden zu festigen.

Huflattich enthält Gerbstoffe, Bitter- und Schleimstoffe, Flavonoide sowie Pyrrolizidin-Alkaloide (daher nur gelegentlich und in Maßen verwenden).

  • Blüten sammeln: Februar bis April (kurz vor ihrem vollständigen Aufblühen)
  • Blätter sammeln: von April bis November.
    Am Besten nur junge Blätter trocknen und diese schon im grünen Zustand zerschneiden, um die Trocknung zu beschleunigen.

Huflattich erinnert geschmacklich an grünen Spargel. Die Blüten bzw. Blütenstängel mit Knospen brät man in etwas Butter und bringt sie heiß auf den Tisch. Die Blütenstängel kann man vor und während der Blüte auch zu verschiedenen Salaten verwenden. Ganz junge Blätter kann man roh essen. In feine Streifen geschnitten passen sie in Frühlingssalate. Ältere Blätter sollten nur gekocht verwendet werden – in Gemüseaufläufen, Pfannkuchenfüllungen, zu Kartoffeln und Suppen.