Das Hirtentäschel kann bei geeigneter Witterung das ganze Jahr über blühend gefunden werden. Eine Pflanze erzeugt pro Jahr bis zu 60.000 Samen.

Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Das Hirtentäschel hat eine dünne, oft sehr tiefgehende Wurzel. Sein Stängel ist aufrecht, dünn und bis zu 30 Zentimeter hoch. Es hat tief gelappte, gestielte Blätter (grün bis weinrot), die eine eine Rosette an der Stängelbasis bilden. Sie erinnern in ihrer Form an Rucola. Es gibt wenige ungeteilte Stängelblätter. Diese umfassen den Stängel mit einem pfeilförmigen Grund (spitze Öhrchen). Kleine weiße Blüten stehen in einem lockeren Blütenstand an der Stängelspitze. Die Frucht ist dreieckig herzförmig (soll an die Taschen von Hirten erinnern) und sitzt mit der Herzspitze am Stiel. Sie besitzt kleine, gelbe Samen.

Die Pflanze wächst an Weg- und Feldrändern und auf brachliegenden Bodenflächen.

Das Hirtentäschel enthält Aminosäuren, Saponine, Flavonoide, Kalium und Kalzium. Außerdem ein Peptid, das eine blutstillende Wirkung hat.

Nicht sammeln, wenn die Pflanze weißlich überzogen ist (dies deutet auf Pilzbefall). Blätter werden in der Regel März bis September gesammelt.

Wurzel, Blätter, Blüten und Samen sind essbar. Am besten schmecken die frischen, jungen, vor der Blüte gesammelten Blätter der Grundrosette. Sie schmecken würzig, kresseartig, scharf und passen in Salate, Quark- und Frischkäsemischungen oder zu Eierspeisen.