Der Große Sauerampfer wird auch Wiesen-Sauerampfer genannt.

Eine Überlieferung sagt, wer am Gründonnerstag eine Kräutersuppe mit Sauerampfer isst, bleibt das Jahr über gesund.

Großer Sauerampfer (Rumex acetosa)

Knöterichgewächse (Polygonaceae)

Der Große Sauerampfer wird bis zu einem Meter hoch. Sein Stängel ist manchmal rötlich überlaufen und schwach geriffelt. Die Blätter sind wechselständig am Stängel angeordnet und werden bis 10 Zentimeter lang. Am Übergang vom Stängel zum Blatt findet sich eine Blattscheide. Der Sauerampfer hat pfeilförmige, glänzende, kahle und manchmal ledrige grasgrüne Blätter. Die Blattecken sind nach unten gerichtet. Die Blüte besteht aus einer sechsblättrigen Blütenhülle mit 6 Staubblättern. Der Sauerampfer blüht unscheinbar grün-rötlich an einer Rispe zwischen Mai bis Juli. Die langen Wurzeln sind auch in kleinen Teilen regenerationsfähig und können neue Pflanzen bilden.

Der Große Sauerampfer wächst auf feuchten Wiesen, Gebüschen, auf feuchten Waldlichtungen. Er wächst nach dem Schnitt sofort wieder nach.

Er enthält Kaliumoxalat, Oxalsäure, Flavonglycoside, Vitamin C.

Gesammelt werden möglichst nur makellose Blätter von März bis Oktober.

Der Geschmack ist sauer. Wegen der Oxalsäure sollte er nicht in zu großen Mengen oder zu oft gegessen werden. Er eignet sich für Salate oder in Suppen vor reichhaltigen, schweren und frettreichen Gerichten.

Vor der Blütenentwicklung ist eine Verwechslung mit dem gefleckten Aronstab möglich.