Den Nektar in den Blüten können nur Falter oder Bienen erreichen. Bei schlechtem Wetter findet spontane Selbstbestäubung in den geschlossenen Blüten statt.

Die echte Brunnenkresse ist eine Langtagpflanze. Unter 7 Grad Celsius kommt das Wachstum der Pflanze zum Stillstand. Dennoch konnte ich sie auch schon im tiefsten Winter ernten.

Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

An kriechenden Stängeln bilden sich Wurzeln, die sich im Wasser verbreiten. Manchmal schwimmt die Pflanze ganz im Wasser. Sie hat einen hohlen, kantigen bis zu 80 Zentimeter langen Stängel. Ihre Blätter stehen wechselständig und sind glänzend dunkelgrün (auch im Winter), unpaarig gefiedert. Die 5-7 einzelnen Fiederblättchen sind breit herzförmig, das Endblättchen ist größer als die übrigen. Die weißen Blüten stehen von Mai bis Juli in einer Scheindolde. Jede Blüte hat vier kreuzförmig angeordnete Blütenblätter (3-4 Millimeter lang) und gelbe Staubgefäße. Nach der Blüte färbt sich der Trieb oft lila.

Die echte Brunnenkresse kommt in sauberen, gleichmäßig temperierten, fließenden Gewässern vor, besonders bei Quellen und kleinen Bächen.

Die Brunnenkresse enthält Senfölglycoside, Bitterstoffe, Vitamine.

Sammelorte, die sich in der Nähe von Viehweiden (Kühe, Schafe) befinden, möglichst meiden. Ebenso Bäche, die durch Weide von Wiederkäuern geflossen sind. Am Besten von April bis September mit der Schere die Blätter, zarte Stängel und die noch halb geschlossenen Blüten abschneiden.

Brunnenkresse besitzt einen frischen, leicht scharfen Geschmack, der an die Gartenkresse erinnert. Vor Gebrauch sollte sie gut gewaschen werden. Sie ist gut mit anderen Kräutern zu mischen. Ihre Blätter, Triebe und knospigen Blütenstände (auch Blüten) sind von April bis August in Salaten lecker. Warm und püriert schmeckt sie auch in Suppen.