Alle mitteleuropäischen Wegericharten sind essbar.

Da der Breitwegerich viele Samen produziert, die bei Feuchtigkeit quellen und klebrig werden, bleiben sie an Sohlen haften und verbreiten sich – besonders entlang und auf Wegen.

Breitwegerich (Plantato major)

Wegerichgewächse (Plantaginaceae)

Breitwegerich ist mehrjährig und wird 10 bis 30 Zentimeter hoch (im Schatten höher als an der Sonne). Er hat einen kurzer Wurzelstock mit zahlreichen weißlichen, feinfaserigen Wurzeln. Die Staude besitzt rundliche, ungezähnte Blätter, die in einer Blattrosette angeordnet sind. Charakteristisch sind die sich kaum verzweigenden dicken Leitbündel in den Blättern. Wenn man die Stängel abpflückt, hängen diese oft als Bart aus dem Stiel heraus. Geschmacklich sind sie frischen Pilzen ähnlich. Aus der Mitte der Blattrosette schieben sich einige blattlose Blütentriebe mit einer Ährenspitze aus grünlichen, dicht gedrängten Blütenknospen. Die Blüten sind etwa 2 Millimeter lang und geruchlos. Blüte ist von Mai bis Oktober.

Breitwegerich macht sich auf Wegen breit und wächst vor allem auf Trittflächen und ihren Rändern (Wege, Trampelpfade, Rasen). Er zeigt eine hohe Toleranz gegenüber verdichteten Böden und Streusalz.

Der Gehalt an Glykosiden ist hoch. Daneben besitzt er Bitterstoffe und Aucubin, Gerbstoffe, Kieselsäure, Provitamin A, Vitamin B, C und K, Kalium und Zink. Die Samen sind reich an Öl und Schleimstoffen.

  • Blätter sammeln: vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst
  • Mai bis Juni: Blütentriebe mit zarten Blütenknospen (mit den Händen abzupfen – wenn das nicht geht sind sie zu zäh)
  • August bis Oktober: Samen in die Hand schütteln

Blätter und Blütenknospen haben einen angenehmen Pilzgeschmack. Klein geschnittene junge Blätter frisch an Salate geben. Dabei die Blätter quer zur Faser schneiden. Ältere Blätter kurz blanchieren, als Kräuterpüree oder Spinat. Blütenknospen dienen als Salatbeigabe. Samen können als Würze über ein Gericht gestreut werden. Gekocht werden die Samen weicher, z.B. für Obstsalat.

Getrocknete Blätter eignen sich für Tee.

Wegerich-Butter: Leicht geröstete Wegerichsamen mahlen und zu gleichen Teilen mit Butter mischen, evtl. leicht salzen. Schmeckt ähnlich wie Erdnussbutter.