Eine Sage erzählt von kleinen schlaftrunkenen Blütenaugen, die sich nach der Erschaffung der Welt nicht an ihren angestammten Namen erinnern konnten. Fortan hießen die Blümchen Vergissmeinnicht.

Acker-Vergissmeinnicht (Myosotis arvensis)

Raublattgewächse (Boraginaceae)

Das Acker-Vergissmeinnicht wird 15 bis 50 Zentimeter hoch. Es ist schon am Grunde verzweigt. Die ganze Pflanze ist mehr oder weniger dicht grau behaart. Die Blätter stehen wechselständig, sind schmal oder eiförmig, meist 2 bis 5 Zentimeter lang, die untersten allmählich in einen Stiel verschmälert, die oberen sitzen am Stängel. Der Blütenstand ist ohne Blätter. Der Kelch ist im vordersten Drittel gespalten, mit hakigen, abstehenden Haaren. Der Fruchtstiel ist zwei- bis dreimal so lang wie der Kelch. Die Krone ist hellblau bis violett, offen bis trichterförmig mit einem Durchmesser von 2 bis 3 Millimetern und fünfzählig. Blütezeit ist April bis Oktober.

Man findet Vergissmeinnicht auf Äckern, Wiesen und an Wegrändern.

Es enthält Rosmarinsäure, Gerbstoffe, Alkaloide, möglicherweise auch Pyrrolizidinalkaloide.

Von Mai bis Juli werden die oberen Sprossspitzen gesammelt.

Der Geruch von Vergissmeinnicht ist angenehm leicht würzig. Die Blüten lassen sich als essbare Dekoration einsetzen, z.B. in Kräuterquark, Maibowlen oder Teemischungen. Ihr Geschmack ist neutral bis teeartig. Der Genuss von Blättern in kleinen Mengen ist wohl unbedenklich.